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Sie bringen die Herzen zum Bluten

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Kategorie: Konzerte

Erstellt von: gebrue

Heute erwartet die Gäste des Festivals «Am Schluss» eine geballte Ladung Romantik: In den zwei Bands am «Abend der Liebe» spielen auch Thuner Musiker mit - ein Gespräch über Herzblut, Verliebtheitund rosarote Bäume.

Der eine ist weit gereist und lebt doch seit jeher in Thun, der andere ist hier geboren, ehe es ihn nach Zürich und in die restliche Schweiz zog. Der eine ist schon rund 20 Mal im Mokka aufgetreten, der andere erst ein einziges Mal. Der eine ist Henry Thomet, Sänger und Gitarrist der legendären Gruppe Amarillo Brillo, der andere Markus Gerber, Schlagzeuger der jungen, aufstrebenden Band My Heart Belongs To Cecilia Winter. Heute treten die beiden Thuner am «Abend der Liebe» beim Festival «Am Schluss» auf. Wir haben Thomet und Gerber zum Interview getroffen.
Wie ist es zum gemeinsamen Gig beim Festival «Am Schluss» gekommen?
Markus Gerber: Das müssen Sie schon Pädu Anliker fragen. Ich habe Amarillo Brillo noch gar nie live gehört und bin dementsprechend gespannt.
Henry Thomet: Ich besuchte im April das Konzert der «Cecilias» im Mokka und war hell begeistert. Pädu Anliker hat dies wohl mitgekriegt und uns nun für «Am Schluss» auf den gleichen Abend angesetzt. (lacht)
Wie hat Euch die Café Bar Mokka in Eurer Jugend beeinflusst?
Gerber: Pädu und das Mokka haben mein Musikschaffen sehr geprägt. In meiner Jugend habe ich mir im Club bis zu drei Mal pro Woche Konzerte angehört.
Thomet: Mir geht es ähnlich. Das Mokka hat mich inspiriert und letztlich auch den Anstoss gegeben, eine Band zu gründen.
Beschreibt Euren Musikstil mit eigenen Worten.
Thomet: (überlegt lange) Ich würde ihn als romantisch-melancholisch bezeichnen. Das Akkordeon ist dabei sehr stilprägend. In den 20 Jahren unseres Bestehens sind wir stets etwas ruhiger geworden.
Gerber: Wir bewegen uns permanent zwischen den beiden Polen süss-romantisch und verzerrt-zerstörerisch. Ein passender Name dafür wäre «Noise Pop».
Mit welchen Mitteln wollt Ihr die Herzen der Thunerinnen und Thuner gewinnen?
Gerber: Wir reden uns vor jedem Gig ein, dass er unser letzter sein wird. Das motiviert dermassen, dass wir vor Leidenschaft brennen. Wir werden die Herzen des Thuner Publikums also sicherlich zum Bluten bringen.
Thomet: Das Mokka hat schon immer Menschen verbunden. Unsere Aufgabe ist es nun noch, diese Menschen auf eine emotionale Reise mitzunehmen.
Was erwartet Ihr vom Thuner Publikum? Wie habt ihr es bisher erlebt?
Thomet: Die Aufnahme in Thun ist meist sehr herzlich. Die Leute bringen einem Warmherzigkeit und Wohlwollen entgegen.
Gerber: Im Gegensatz zu den weltoffenen Romands wirken die Deutschschweizer meist etwas desinteressiert und skeptisch. In Thun aber ist dies anders: Hier scheint die Musik die Leute wirklich noch zu bewegen.
Welche Gefühle möchtet Ihr mit Eurer Musik transportieren und beim Publikum hervorkitzeln?
Gerber: Wir werden eine geballte Ladung Romantik ins Publikum schmettern. Zudem wollen wir das Geheimnisvolle und Mysteriöse tief in unserem Innern wieder heraufbeschwören.
Thomet: An diesem speziellen Abend natürlich die Liebe. Vielleicht hilft uns ja die Mokka-Crew, indem sie die Bäume beim Mühleplatz mit rosarotem Licht «einfärbt». (schmunzelt)
Ist dieser «Abend der Liebe» eigentlich nur was für gestandene Pärchen oder werden sich gar alle Besucher neu verlieben?
Gerber: Es wird so sein, dass sich alle Thunerinnen und Thuner zuerst in unsere Band und dann ineinander verlieben. (lacht)
Thomet: Wir werden auf jeden Fall mit dem Publikum zusammen dafür sorgen, dass ein Knistern in der Luft liegt.
Seid Ihr bereit, Euch heute Abend in Thun frisch zu verlieben?
Thomet: Das wird bei mir nicht nötig sein, aber vielleicht erreichen wir mit unserem Sound, dass dies anderen passiert.
Interview: Gabriel Berger
My Heart Belongs To Cecilia Winter aus Zürich und die Thuner Band Amarillo Brillo spielen heute beim Festival «Am Schluss» auf dem Thuner Mühleplatz. Ab 20 Uhr (Gastronomie ab 19 Uhr). Eintritt frei, moralische Spendenpflicht.
http://www.amschluss.ch

 

 

 

My heart Belongs To Cecilia Winter

Fabian"Morgi" Morgenthaler

Egau wo härä eim z Läbä verschlaht: Was im UNISONO bi Zäppu glehrt hesch, nimmsch irgendwie mit. D' Fröid ar Musig u ar Gitarre stirbt nie, glich i weli Richtig sech di Musiggschmack entwicklät. I däm Sinn het mir z' UNISONO vor fasch 14 Jahr ä grossi Tür göffnet!

Gitarrist bei "Skepsis"

www.skepsis.net