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Greenfield und Gurten lassen es rocken

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Kategorie: Gebrue

Erstellt von: gebrue

Beim Greenfield-Festival ist es nichts Neues, auf dem Gurten in diesem Ausmass schon: Die beiden grossen Openairs im Kanton Bern setzen dieses Jahr mehrheitlich auf die Karte Rock. Doch auch für andere Geschmäcker ist der Schweizer Festival-Sommer 2009 bestens gewappnet.

In den letzten Jahren hat sich der Festival-Dschungel im Kanton Bern und speziell im Berner Oberland etwas gelichtet. Die grossen, kapitalstarken Openairs haben weiter an Bedeutung zugelegt, kleinere dagegen sind ganz oder zumindest vorübergehend von der Bildfläche verschwunden, so etwa das Thuner Schadaufestival, das Interlakner „Move to Rugenrock" oder erst kürzlich das Vogellisi-Festival in Adelboden. Die Hauptgründe für das Aus dieser und weiterer Anlässe sind die stets steigenden Künstlergagen, der Mangel an freiwilligen Helfern oder schlicht fehlende Besucher.

Trotz des zusammengeschmolzenen Angebots hat die Schweiz nach wie vor das dichteste Festival-Netz Europas. Zwischen Anfang Juni und Ende August öffnet fast jedes Wochenende mindestens ein grösseres Openair für mehrere Zehntausende Musikbegeisterte seine Tore. Die von Thun aus am nächst gelegenen Anlässe sind das Berner Gurtenfestival und das Greenfield-Festival in Interlaken.
Impression Hauptbühne Gurtenfestival
Gurten: Rock und Brit-Pop
Auf dem Berner Hausberg sind dieses Jahr rockigere Töne zu hören als auch schon. „Wir versuchten wie bisher verschiedenste Musik-Genres zu berücksichtigen, aber 2009 ist der Rock definitiv stärker vertreten", erklärt Micha Günter, Medienverantwortlicher des Gurtenfestivals. Für die 26. Ausgabe des Festivals habe geradezu ein „Wunsch-Programm" zusammengestellt werden können. Mit Bands wie Oasis, Travis oder Franz Ferdinand gelang es den Organisatoren bekannte Namen aus dem Bereich Brit-Pop zu engagieren. Gruppen wie Bloc Party, Ska-P oder Glasvegas werden es zudem ordentlich rocken lassen. „Ein absolutes Highlight werden auch die Rock-Senkrechtstarter Kings of Leon aus den USA sein", verspricht Günter.
Eine Neuheit erwartet die Besucher in der Sleeping-Zone: An einer T-Shirt-Wasch-Station können verschwitzte oder verdreckte Hemden abgegeben und Ersatz-T-Shirts bezogen werden. Ansonsten setzen die Veranstalter auf die bewährten Konzepte. Noch sind Tickets für alle vier Festival-Tage erhältlich, der Vorverkauf läuft jedoch besser als 2008. Dass der Gurten im Gegensatz zu den kleinen Festivals nicht ums Überleben kämpfen muss, führt Günter auf die lange Tradition zurück: „Wir sind fest in der Region verankert. Viele Besucher kommen jedes Jahr aufs Neue."
Gurten-Hauptbühne beim Konzert von Wir sind Helden
Greenfield: Wie gewohnt hart
Auf jede Menge Stammpublikum kann mittlerweile auch das Greenfield-Festival in Interlaken zählen, das 2009 zum fünften Mal stattfindet. „Viele treue Besucher kaufen ihr Ticket jeweils schon, bevor das Programm steht", sagt Aviva Gottheil, Presseverantwortliche des Greenfield-Festivals. „Mittlerweile ziehen wir auch Musikbegeisterte aus dem Ausland an." An der musikalischen Stossrichtung hat sich seit der ersten Ausgabe 2005 nichts geändert. Nach wie vor prägt harter Sound aus den Bereichen Hard Rock und Metal das Line-up, dieses Jahr zum Beispiel mit Gruppen wie Slipknot, Nightwish oder Korn. „Besonders stolz sind wir, dass Faith No More und die Guano Apes, zwei wiedervereinte Bands, bei uns auftreten", erklärt Gottheil.
Der Vorverkauf läuft einen Monat vor Festivalbeginn ähnlich gut wie im Jahr 2008. Konkrete Zahlen wollen die Organisatoren jedoch keine nennen. Nebst den üblichen Dreitagespässen werden an der Tageskasse auch 1-Tages-Pässe erhältlich sein. „Aufgrund der positiven Rückmeldungen zu unserem letztes Jahr eingeführten Adventure-Park bauen wir dieses Angebot heuer noch aus", kündigt Gottheil an. Ausserdem stehen neu mehr Teerplätze für jene Leute zur Verfügung, die mit dem Wohnmobil anreisen.
Blick über die Zuschauermenge am Gurten
Frauenfeld als Alternative
Wer mit Rock gar nichts anfangen kann, steuert diesen Sommer am besten die Ostschweiz an. Das Openair Frauenfeld liefert ein regelrechtes Hip-Hop-Gewitter mit US-Szenegrössen wie 50 Cent, Lil‘ Wayne, Kanye West oder The Game. Bis auf zwei, drei Ausnahmen besteht das ganze Programm ausschliesslich aus Rap-Künstlern. Einen breiten Mix aus Hard-Rock, Hip-Hop, Reggae und Pop hat sich das Openair St. Gallen auf die Fahne geschrieben. Trotz dieser abwechslungsreichen Auswahl und Namen wie Nine Inch Nails, Cypress Hill, Mando Diao oder Jan Delay ist es 2009 sicherlich nicht das vielversprechendste Festival.
Im etwas kleineren Rahmen lädt Anfang August das Heitere Open Air nach Zofingen. Viele der dort auftretenden Bands werden zu diesem Zeitpunkt schon an diversen anderen einheimischen Festivals gespielt haben. Dennoch ist das Programm durchaus interessant, weil es abwechslungsreich und sehr schweizerisch ist und fast alle Altersklassen in irgendeiner Weise anspricht.
Locarno als Geheimtipp
Am Ende der Festival-Saison steigt die letzte grosse Sause wie gewohnt im kleinen Walliser Dorf Gampel. Am gleichnamigen Openair treten dieses Jahr unter anderem Bands und Künstler wie Snow Patrol, Kaiser Chiefs, Samy Deluxe oder Patent Ochsner auf. Ähnlich wie die Kollegen in St. Gallen setzen die Organisatoren damit auf ein musikalisch breites Angebot, das gerade unter Jugendlichen garantiert sein Publikum finden wird.
Der wahre Festival-Geheimtipp des Sommers 2009 entführt den Musik-Liebhaber aber jenseits der Alpen. Auf der Piazza Grande in Locarno laden die Veranstalter Mitte Juli unter freiem Himmel zum Festival „Moon and Stars". Das romantische Ambiente inmitten der Altstadt wird sicher seinen Teil zum Erfolg beitragen, jedoch spricht auch das Programm klar für sich: Mit Katie Melua, Gloria Estefan, Tracy Chapman und Amy MacDonald konnten gleich vier weltweit erfolgreiche Sängerinnen engagiert werden. Und wer's doch lieber rockig mag, vertraut vermutlich auf die Shows von Deep Purple oder Placebo.
MänelHerren

Zäppel? Das isch doch dä brav Gitarre-Cheib ds Stäffisburg unna! Zäppel isch eifach dr Vater vo allne heimatlose Musiker, wo immer äs guets Wort, äs warms Härz u ä chalte Schluck Wasser für Bedürftigi het… Wie Bärn ohni ds Münschter wär d Gitarregsellschaft im Kanton Bärn ohni Zäppel. We mir ihn nid hätte, de müesste mer dä Cheib erfinde!

Highlife, Move-to-Rugenrock

www.highlife-interlaken.ch