Aufgepasst, Wünsche werden meistens wahr!
Blog » Kult-Ur-Scheriff » Aufgepasst, Wünsche werden meistens wahr!
16. March 2006 um 00.00
von: Zäppu
Jedenfalls bei mir ist es so!!! Ich habe mir im ganzen Leben schon soooo viele kleinere und grössere "Dinge" gewünscht und mittlerweile schon fast alles bis auf die Lotto-Millionen auch erhalten.
Nun gut, was willst Du uns aber eigentlich mitteilen, lieber Zäppu?
Wie sicher nun endlich alle wissen, ist das UNISONO schon im 10 Jahr inmitten von genialen Musikern und speziellen Geschichten grösser und grösser geworden und sind in- und ausserhalb der "Szene" schon nicht mehr weg zu denken.
Wir haben das Glück, oder eben den "Wunsch" nicht nur bei Geschichten dabei zu sein, nein, wir schreiben auch selber Geschichte!
Nachzulesen am Schluss von diesem "Arztroman" im unten nachfolgenden Link. Aber glaubt mir, jede "Sache" hat auch seinen Preis! Und da wir UNISONO-ler fast auf jeder Hochzeit am tanzen waren und sind, resp. der olle Zäppu jeweils die immer neuen Event's und Geschichten an Land zieht, jedoch aber kaum mehr Zeit für private Bedürfnisse hat, wünscht er sich ein bisschen mehr Zeit für sich.., und schwups, das "Gewünschte" kommt! Innert 3 Sekunden freien Fall, hat man plötzlich 3 Monate Arbeitsun-Fall!!! Vielleicht nicht genau so, wie gewünscht, aber auf sicher, SICHER... würde da Frau Iseli nachdoppeln!
Am Tag als unsere Tochter Marina ihren 13. Geburi feierte, oder zumindest feiern wollte, das Lädeli zum bersten voll mit lieber Kundschaft war, geschah "es", obwohl Zäppu's Lieblings-Zahl die Dreizehn ist!
Wie Zäppu einer Gitarre das Leben rettete
Da sind sie, die nicht mehr wieder gut zu machenden 3 Sekunden! Wieder einmal mehr Stolz darauf, einem der vielen Gitarren-Freaks seine allerliebste Klampfe in unserem Geschäft für unseren weitbekannten Service in Empfang zu nehmen..., für den gewohnten Check begeben wir "drei" uns wie immer in die überfüllte Werkstatt. Kunde Jönu folgt mir wie ein kleiner Hund auf Schritt und Tritt... Zäppu wie ein Fahnenträger, mit vorgestreckter Brust und in der linken, vorgestreckten Hand haltend die Gitarre, welche...,
.....zägg pumm, S c h e e i i s s e....., wir fliegen, jetzt nur die Gitarre nicht fallen lassen..., das war glaube ich der letzte schmerzfreie Gedankengang!
Alles weitere im schnörkellosen Zeitraffer:
Über Gitarrenkoffer gestolpert, dabei linke Schulter ausgekugelt, Doktor mit viel Kraftaufwand das extrem schmerzende Teil wider reingemurkst, nicht negativ gemeint lieber Renato, aber bin der Ohnmacht sehr nahe gewesen! Nichts desto Schmerz...., el Doctore Tognina, die allerlieben Karin 1 und Karin 2 waren die Helden/innen vom Tag! Nebst natürlich unserem Geburtstagskind, welchem ich mit meinem Malheur die Party zünftig versaute!!!!
So, nach dem für mich endlosen scheinenden Schmerz und dem grossen Kraftakt für die Götter in Weiss, ab nach Tschernobyl, Lux einstellen, dem nicht so strahlenden Zäppu ein paar Strahlen zuführen, Röntgenbilder entwickeln..., danach Bilder angüxeln......, ...nicht gut, was da bei meinen inneren Werten zum Vorschein kam!!!!
Dazu muss noch ein Spezialist seine Meinung abgeben, meint da der liebe Dr. Tognina, gefällt mir gar nicht....., Also, im Wissen, das überhaupt nix gut und der Gedanke an Spitalluft...., kann ich je wieder einmal eine Gitarre in die Armen nehmen, ist Flipper eigentlich ein Mann oder eine Frau.... und vielen hundert anderen banalen Fragen machtlos, wurde ich mit einbandaschierter Schulter und kleinen, weissen anti Schmerz-Pillen in's nicht ganz schmerzfreie Wochenende entlassen.
Innert Sekunden ist man nicht mehr die 95 kg schwere Kampfmaschine, wo alle angetrauten Bewegungsabläufe mehr oder weniger perfekt ausübt. Nö, plötzlich ist man ganz schnelle wieder ein ganz, ganz kleines Kind, welches auf die Gunst einer extrem lieben Person angewiesen ist. In meinem Fall ist es meine Frau Monika, welche sich die Zeit nimmt, dem halben Zäppu beim Kleider aus- oder anziehen hilft, die Haare wischt, die Morgenschnitte streicht und in Mundgerechte Teile verschneidet und und und......, da bin ich aber doch sehr froh, habe ich eine Zauber-Fee und nicht einen Drachen Zuhause!!!!
Wie gesagt, Glück muss man auch haben, oder es sich wünschen. An diesem Wochenende hatte ich nicht nur die besten Krankenschwestern Zuhause, ich genoss auch die allerbeste Ablenkung.
Am Samstag fand der absolut oberaffengeile Event Night of the Guitar's im Bierhübeli statt und am Sonntag liessen mir und meinen angstvollen Vorspital- Gedankengänge die vielen Besucher im Museum auch keinen grossen Spielraum zum schnöden!
So, das Wochenende war vorbei, Montagmorgen, pünktlich zum abgemachten Termin hat mich meine liebe Frau Monika zum Schulter / Knie und weis ich noch was - Speziallisten gebracht. So herzlich wurden wir glaube ich noch nie in einer Arztpraxis empfangen. Die immer-super-gut-drauf Arztgehilfin, musste nur zwei drei "Sachen" von uns wissen, danach wurden wir auch schon mit Kafi und aktuellen Zeitschriften eingedeckt. Wau, hat der schöne Bilder an der Wand, Kompliment, da hat sich der Daniel Wyss wirklich nicht nur tolle Innenarchitektur angewendet, er hat auch ein Händchen für tolle Angestellte.
O.K. Jetzt kommt der grosse Augenblick, ist es wirklich soooo schlimm, wie die Knochenblildchen schon dem Allgemeinpraktiker verraten haben. Da muss definitiv was geschraubt werden! Klärte mich der aufgestellte, sachlich, aber hochkompetente, gut aussehende (genau wie der in den Romanen) Doktore auf. Und mit allen "bitte lesen sie die Beilage oder fragen sie den Arzt oder...., na du weist schon... auch das Kleingedrukte hat er mir auch noch auf das Brot geschmiert, hat mir aber die Angst von seinem scharfen Messer nicht unbedingt genommen!
Spitäler, Zahnarzt- / Arztpraxen waren noch nie meine Lieblingsaufenthaltsräume, werden es wohl auch nie werden!!!! Aber dann kam sie doch, die unvermeidbare OP! Mit wunderbaren sexy Unterhosen und einem hinten doch sehr offenem Nachthemd wurde ich mit dem Bett in den OP-Saal geschoben. Gopf, war das kalt dort. Es stellten sich mir diverse Maskierten Leute mit ihrem Namen und dem, was sie hier machen bei mir vor.
Wie auch die liebe Frau mit holländischen Akzent, wo mir behutsam und sehr gekonnt die Infusion steckte. Da kam auch schon der Nächste und stellte sich mir als Narkosearzt vor, danach......, keine Ahnung, nicht einmal geträumt habe ich, wie tot... ca. 4 Stunden später erwachte ich wieder und war wieder im Zimmer. Soso, ich lebe also doch noch, aber was ist mit meinem Hals los, haben die mich gewürgt..., mein Hals schmerzte und Durst hatte ich auch.
Geht's Herr Grossniklaus? He, was, glaub schon, bin wohl noch ein bisschen ab der Rolle? Geht’s euch gut, fragt mich eine liebe Pflegefachfrau, ja so nennt man heute die Schwestern, habe ich mich aufklären lassen. Fast eine Woche lang verwöhnte man mich mit bester Pflege und Speis und Trank. Langweilig war es mir auch nie im Spital, war doch der immer gutgelaunte Franz, mein Zimmernachbar, immer Zustelle wenn das Telefon klingelte, oder mir die Zeit mit seinen Geschichten verkürzte. Auch möchte ich es an dieser Stelle nicht unterlassen, mich bei allen Beteiligten Helfer und Helferinnen zu bedanken. Danke Süsu für die spontane Taxifahrt und das Händchen halten vor dem Spitaleintritt, danke für alle Essemessen, Blumen, Pralinen und die vielen Krankenbesuche. Merci, merci, merci.
Grösster Dank dem Knochenkünstler, "suberi Püetz" tadellos hat er mich aufgeschlitzt, verschraubt und mit einer Naht, wie es nur die "Besten" können, wider zusammen genäht. Das ist der Arzt, dem man vertraut! Chapeaux! Meiner Frau Monika möchte ich ein grosses Kränzchen winden, musste sie mir doch so allerlei "Sachen" organisieren und erledigen. Den Ehren-Doktor hat sie auf sicher!!!! Auch Joe weiss nun auch ein bisschen wie es ist, als Kapitän das Ruder im Unisono Schiff zu übernehmen. Danke das hast Du gut gemacht. Da sind aber auch noch allen Spitalangestellten von der Putzfrau bis zum Topchirurgen, allen meinen herzlichten Dank, kann euch nur weiter empfehlen, macht weiter so!!!
Als einziges Negativum, resp. Anregung an die Klinik Hohmad in Thun: Bitte, bitte hängt doch bitte sehr ein bisschen fröhlichere Bilder an die Wände, die schwarzweiss Depro-Bilder passen überhaupt nicht zu eurem aufgestellten Team!!!
So, also wieder Daheim, schreiben kann ich nur mit der rechten Hand, schlafen nur mit dem Gestältli, welches an eine Zwangsjacke erinnert, im Stundentakt erwache ich Nachts und muss den Arm zum Leben erwecken und wieder reanimieren....., lange kann ich noch gar nichts machen, bin immer ein bisschen müde, wie weiter, was, wer, wann, .... hätte eigentlich viel zu tun, kann, darf und will aber nicht! Jetzt möchte ich zuerst Gesund werden, danach erfülle ich gerne wider all die Wünsche von Dir, Dir und Dir, versprochen!
Aber jetzt gönne ich mir zuerst einmal ein bisschen Ruhe und mindestens einmal pro Woche die spitzigsten und wirkungsvollsten Nadeln in der Chinesischen Medizin. Monica Matheka ist für mich die allerbeste in Sachen Kräuter, Massage oder eben "Nädelen". Ich fühle mich nach jedem Besuch und ihren Zauberfingern immer ein bisschen wie neu geboren.
Aber auch "Fransen Housi" wie ich liebevoll den Physiotherapeuten Frans Jan van den Nobelen nenne, hilft mir mit all seinem Wissen, und gekonnten Handgriffen, damit ich schon bald wieder der Zäppu sein werde, wie vor dem Fall.
Merci tusig, u viu piiis u ässet meh Riiis, Zäppu
P.S. Also, passt auf was ihr euch wünscht...!!!
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden